Was erwartet mich bei einem Fallschirmsprung?

Über den Wolken…

Der Wind rauscht in den Ohren, das Kribbeln im Bauch ist nahezu unerträglich und der eigene Herzschlag ist fast lauter als die Rotoren des Helikopters … Den Nervenkitzel des freien Falls spüren und dennoch sanft auf der Erde landen – das möchte doch fast jeder einmal erleben. Mit einem Fallschirmsprung kann man sich diesen Traum leicht erfüllen. Immer und immer wieder. Doch wie genau läuft ein Fallschirmsprung ab und warum macht Fallschirmspringen so süchtig?

Solo oder Tandem?

Das Fallschirmspringen ist sowohl als Tandem-Sprung mit einem Begleiter als auch solo, also ganz allein möglich. Wer noch nie gesprungen ist, dem kann bei einem Tandem-Sprung ein erfahrener Tandem-Master zur Seite stehen. Doch wer es sich zutraut, kann auch als Anfänger den Rausch des Freien Falls solo genießen – natürlich mit erfahrenen Springern an der Seite! Mit dem Helikopter geht es hoch in die Lüfte, bevor es dann rasant hinunter geht. Für ein ganz besonderes Erlebnis kann man auch mit dem Ballon auf die richtige Höhe steigen und dann in die eindrucksvolle Stille springen. Ein Augenblick, den man nie vergisst!

Hoch, höher, am höchsten?

Je nachdem, ob man aus einem Helikopter oder einem Ballon springt und wie erfahren man im Fallschirmspringen ist, kann man zwischen verschiedenen Höhen wählen. Bei Ballonfahrten wird meist aus einer Höhe von 3000-4000 Metern gesprungen. Diese Höhe eignet sich auch sehr gut für den allerersten Sprung. Adrenalin-Fans, die schon mehrere Sprünge absolviert haben, können auch auf Höhen von bis zu 6000 Meter in die Tiefe springen. Skydiving vom Feinsten! Für knapp eine Minute lang rauscht man dann im freien Fall durch die Lüfte und kann die atemberaubende Aussicht und den Nervenkitzel genießen.

Ein Tag der Leben verändert

Ein Fallschirmsprung ist keine Sache von fünf Minuten, gerade für Menschen, die noch nie mit einem Fallschirm aus solch einer Höhe gesprungen sind. Je nach Sprungart und Level der Springer nimmt man sich für einen Fallschirmsprung in der Regel mehrere Stunden Zeit, wenn nicht sogar den ganzen Tag. Zunächst erhält man gegebenenfalls eine theoretische Einweisung, Erklärungen zur Ausrüstung und dem Material und man macht Übungen, die einen auf den Sprung vorbereiten. Dann geht es los! Der Flug auf die gewünschte Höhe kann zwischen 15 und 45 Minuten dauern, bevor es dann wirklich ernst wird. Wem jetzt die Knie schlottern, der kann es sich noch einmal überlegen – doch wer auch den letzten Schritt wagt, der wird mit einem unvergesslichen Erlebnis belohnt. Nach dem Sprung ist Zeit für Erinnerungsfotos – oder es geht gleich weiter zum nächsten Sprung, denn Fallschirmspringen kann süchtig machen!

Adrenalinspiegel hoch – Risiko niedrig

Bei all dem Nervenkitzel und der Anspannung steht die Sicherheit allerdings an erster Stelle. Nur wer vom Arzt seine Sprungtauglichkeit bescheinigt bekommt, darf springen. Und beim Sprung selbst sorgen kompetente Betreuer und ausgebildete Tandem-Master für die absolute Sicherheit jedes Springers. Die Ausrüstung wird mehrmals durchgecheckt und das Team steht jederzeit für Fragen zur Verfügung. Da kann man nur sagen: Hals und Beinbruch!